Fachbereich IuW belegt 2. Platz bei dem bundesweiten Request-Wettbewerb Wie auch im letzten Jahr hat in diesem Wintersemester 2005/2006 eine Projektgruppe der Fachhochschule Darmstadt - Fachbereich Informations- und Wissensmanagement - an dem bundesweiten, studentischen Recherchewettbewerb „Recherchieren - Qualifizieren - Kommunizieren (Request)“ für zukünftige Wissensmanager teilgenommen. Die Veranstalter waren das „Deutsche Competitive Intelligence Forum“ (DCIF) und die „Society of Competitive Intelligence Professionals“ (SCIP). Im Rahmen des Projektes „Wettbewerb für Wissensmanager (Request)“ bei Frau Prof. Dr.rer.nat. Heide Gloystein meldeten wir uns für diesen Recherchewettbewerb an. An dem hochschulübergreifenden Wettbewerb konnten alle Studierenden aus dem deutschsprachigen Raum teilnehmen, deren Hauptaufgabe das Recherchieren, die Auswertung, die Aufbereitung und die Präsentation von relevanten Informationen ist. Das Ziel dieses Projektes war, unser bisher erlerntes Wissen und unsere Fähigkeiten aus dem Studium an einem Praxisbeispiel anzuwenden, um bei der Endpräsentation dem Sponsor „SVG“ dieser Ausschreibung eine Entscheidungsunterstützung geben zu können. Neben unserer Fachhochschule haben drei weitere Gruppen an diesem Wettbewerb teilgenommen: Fachhochschule Potsdam, Hochschule Anhalt, Fachhochschule Köln.
Unsere Projektgruppe, die aus 14 Studierenden bestand, setzte sich aus verschiedenen Semestern und Schwerpunkten zusammen. Das 3. Semester war durch Tina Unger, Barbara Wissenbach, Anne Götzel, Anja Zimmermann und Kirsten Böttcher vertreten, das 5. Semester durch Marek Joschko, Kathrin Fernitz, Xiujuan Tang und Stefanie Kress, und das 7. Semester durch Antje Hoffmann, Sandra Kramer, Melanie Göres, Frank Busse und Katharina Becker. Das diesjährige Thema der Recherche lautete „Einsatz und Erfolg von Competitive Intelligence im deutschen Mittelstand - Wie notwendig und sinnvoll ist der Einsatz und kann er mit eigenem Personal geleistet werden?“
Competitive Intelligence (CI) Der Begriff Competitive Intelligence (oder auch Konkurrenzbeobachtung) bezeichnet die strukturierte und fortlaufende Sammlung, Aufbereitung und Auswertung von Informationen über Mitbewerber und die aktuelle Marktentwicklung. Diese Ergebnisse sollen dabei helfen Wettbewerbsvorteile zu erzielen bzw. Entscheidungen mit einer besseren Datengrundlage treffen zu können. CI wurde durch das im Jahre 1980 veröffentlichte Buch „Competitive Strategy - Techniques for Analyzing Industries and Competitors“ des Harvard Professor Michel Porter bekannt, der seitdem als geistiger Vater der Wettbewerbsstrategien gilt. Er konkretisierte das Verfahren, welches im Rahmen der Marktforschung schon Ende der 70er Jahre entwickelt wurde. Seit Beginn der 90er Jahre hält die Konkurrenzbeobachtung als Wettbewerbsstrategie auch Einzug in deutsche Unternehmen. Nachdem das Thema des Wettbewerbs bekannt gegeben worden war, teilten wir uns zuerst in vier Kleingruppen auf, die in verschiedenen Quellen Daten zum Thema CI und „deutscher Mittelstand“ recherchierten. Als Informationsquellen wurden z.B. Monographien, Fachzeitschriften, Datenbanken, Diplomarbeiten und das Internet verwendet. Bei dem nächsten Projekttreffen wurden die daraus gewonnenen Kenntnisse in komprimierter Form vorgestellt. Der nächste Schritt bestand in der Aufstellung einer detaillierten Gliederung für den Projektbericht, der am Ende des Wettbewerbs beim Veranstalter eingereicht wurde. Anhand dieser Gliederung bildeten sich wieder Kleingruppen, die die einzelnen Gliederungspunkte bearbeiteten. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Definition von CI und „Mittelstand“, während eine andere Gruppe die (historische) Entwicklung von CI beschrieb. Eine dritte Gruppe stellte die Anwendung von CI im allgemeinen dar, während die vierte Gruppe Interviews mit CI-Experten und deutschen Mittelständlern durchführte, um sich eine Vorstellung von dem praktischen Einsatz von CI zu machen.  Unsere Referenten (v. links n. rechts: Antje Hoffman, Marek Joschko, Sandra Kramer) mit unserer Dozentin (rechts: Prof. Heide Gloystein) auf der SCIP-Tagung in München Die Ergebnisse der Gruppen wurden im Plenum vorgestellt, diskutiert, und dann in eine für den Nutzer bzw. Sponsor geeignete schriftliche Form gebracht. Im Anschluss daran wurde in gemeinsamer Arbeit das Fazit des Projektberichts entworfen, das die Fragestellung des Wettbewerbsthemas aufgriff und beantworte. Etwa eine Woche nach Abgabe des Rechercheberichts, wurdendie drei besten Gruppenvon der Jury bekannt gegeben. Diese waren die FH Köln, FH Darmstadt und FH Anhalt. Ende November wurden dann jeweils drei Teilnehmer aus diesen Gruppen vom Sponsor und Veranstalter auf die jährliche SCIP-Tagung ins Kloster Andechs bei München eingeladen. In die Abschlussbewertung flossen der Recherchebericht und die Präsentation mit ein, wobei die Gewichtung auf dem Bericht lag. Unsere drei Referenten/innen (Antje Hoffmann, Sandra Kramer und Marek Joschko) haben mit Abstand den besten Vortrag gehalten. Insgesamt belegten wir somit den zweiten Platz. Uns hat dieses Projekt sehr gefallen und wir würden es wieder belegen, obwohl es wegen des knappen Wettbewerbszeitraums sehr stressig war und wir uns gut organisieren mussten!
SCIP und DCIF: SCIP wurde 1986 gegründet und ist eine internationale Vereinigung welche bereits in über 50 Staaten vertreten ist. Das Anliegen von SCIP wie auch des DCIF ist es CI-Theoretikern und -Praktikern aus den verschiedensten Branchen und Wirtschaftbereichen eine Kommunikationsplattform zu bieten, außerdem stellt es fachlich interessierten Personen einen Ansprechpartner zur Verfügung. Das DCIF ist ein Zusammenschluss von CI-Experten aus dem deutschsprachigen Raum. Es ging im Jahr 2002 aus dem 1995 entstanden deutschen Zweig der SCIP hervor. (http://www.dcif.de, http://www.scip.org)
SVP Deutschland AG Das Consulting Unternehmen SVP wurde 1935 in Frankreich gegründet und ist heute ein Global Player in der Consulting & Research Branche. SVP ist in mehr als über 30 Ländern vertreten. Die SVP Deutschland AG entstand aus der bereits 1980 gegründet SVP-Online GmbH und hat seit 1987 ihren Sitz in Heidelberg. Ca. 30 Mitarbeitern kümmern sich derzeit um die Belange der SVP-Kunden. (http://www.svp.de) |