Prämierte kooperative Hochschulprojekte mit der Deutschen Bank Gruppe und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) Im Rahmen des Hauptstudium-Schwerpunktfaches "Wirtschaftsinformation" führte der Fachbereich Informations- und Wissensmanagement der jetzigen Hochschule Darmstadt University of Applied Sciences wieder zwei attraktive kooperative Hochschulprojekte zu den Qualifikationsbereichen des "Business & Financial Information Engineering" bzw. des "Marketing & Information Engineering" mit einschlägigen und bekannten Unternehmen der Finanzwirtschaft durch.
Zum einen befassten sich im SS 2005 jeweils ca. 12 Studenten in je drei "konkurrierenden" Projektteams mit der Problemstellung einer "informationswirt-schaftlich-prototypischen Entwicklung einer Marketing-Konzeption für die interne Re-search-Abteilung eines Unternehmens der Bankwirtschaft, hier dem "dbInfoCenter" der Deutsche Bank Gruppe, Frankfurt/M., im Rahmen des Relaunch eines Inhouse-Kommunikationsproduktes. Zum anderen erhielten andere Projektgruppen im WS 2005/06 den praxisorientierten und zeitlich fixierten Auftrag seitens der Volkswirtschaftlichen Abteilung bzw. Informationsvermittlungsstelle der Landesbank Hessen-Thüringen Informationskonzepte und -produkte zu entwerfen, die der Verbesserung und Optimierung der "internen Unternehmenskommunikation einer Informationsvermittlungsstelle im Finanzbereich", als Teilorganisationseinheit der Stabsstelle "Volkswirtschaft" einer Geschäfts- bzw. Landesbank, dienen sollten. Beide kooperativen Hochschulprojekte wurden von Seiten der Deutschen Bank Frankfurt von Frau Claudia Jüch, Leiterin dbInfoCenter, und Frau Astrid Fürst, ebenfalls dbInfo-Center, sowie von Seiten der Helaba von Frau Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba, und Frau Ulrike Stein, Helaba-Bibliothek, in professioneller Weise inhaltlich und organisatorisch vorbereitet und begleitet. Hochschulseitig erfolgte die Projektbetreuung und -organisation durch Herrn Prof. Dr. Bernd Jörs (FB IuW, Business Information Engineering and Management). In einem vorgegebenen 3-monatigen Zeitraster waren die StudentInnen gefordert, die jeweiligen Unternehmensziele, die Prozess- und Aufbauorganisation, die Branchengegebenheiten, das jeweilige Kompetenz- und Leistungsspektrum, insb. die Informationsprodukt- und Informationsservicepalette der Inhouse-Informationsdienstleister und quasi Information Broker zu analysieren und nutzer- und qualitätsgerecht zu optimieren. Hinzu kamen empirische Untersuchungen zu Kundenstruktur-, Informationsbedarfs-, Informationsquellen- und Informationsdistributionssegmentierungen (incl. Intranet), Aspekte des "workload balancing" (ad-hoc-Anfragen; Banking-, Branchen-, Economics-, Trend-, Presse-Monitoring) und Überlegungen und kreative Anregungen zur aufmerksamkeitssteigernden Ausgestaltung des Kommunikationsproduktes: Markenname, Logo, Slogan, Layout, Corporate Design, Servicequalität (Zeit-, Personal-, Kostenersparnis und hohe Informations- und Recherchequalität). Neben der Problemerkennung und -durchdringung der Auftraggeberanforderungen und der Erstellung einer analytisch-prototypischen Konzeption von Lösungsvorschlägen (Image-Broschüre, Flyer, Mailingaktion etc.) und operativen Handlungsempfehlungen sollten die studentischen Teilnehmer nicht nur Informations- und Kommunikationsaufgaben der Praxis unter Zeitdruck und per Teamabstimmung lösen lernen, sondern auch ein professionelles Projekt- und Kommunikationsmanagement (mit dem Auftraggeber) an den Tag legen. In den Abschlußpräsentationen im Hause der Deutschen Bank bzw. im Main-Tower-Gebäude der Helaba legten dann alle Projektgruppen beachtliche inhaltliche und gestalterische Entwürfe zur Lösung der o.g. Problemstellungen mit ausführlich dokumentierten Begründungen vor, die das erwartete Niveau bei weitem überschritten und beeindrucken-de Belege ernsthafter studentischer Leistungs- und Belastungsfähigkeit darstellten. Nahezu alle relevanten fachlichen Aspekte zu Zielgruppenbestimmungen, Informationsbedarfsstrukturen und -potenziale, Wahrnehmungskriterien, Formatgestaltung, Sprachstil, Visualisierungsgrad, Linien- und Covergestaltung, inhaltlicher Ausgestaltung, Layout- und Inlaystruktur, Kosten- und Zeitaspekte, Einsatzflexibilität (aus cross-media-Sicht) und weiterer Einbindung des Kommu-nikationstools in das interne Marketing wurden substanziell behandelt. Die jeweilige "Jury" hatte es nicht leicht, die seitens der Deutschen Bank Group und der Helaba großzügig prämierten Vorschläge in ein Ranking zu bringen.
Lessons learned: Nichts verstärkt die Qualifikationsbestrebungen und Niveauzuwächse einer Hochschule besser als solche kooperativen Hochschul-Wirtschafts-Lehrveranstaltungen. Die dadurch hoch motivierten StudentInnen bekamen durch das hervorragende Projektmanagementverständnis der Partner Deutsche Bank Research/ dbInfoCenter und Helaba/Volkswirtschaftliche Abteilung/Bibliothek einen nachhaltigen Einblick in die berufs- und tätigkeitsrelevanten Feldern der Informationswirtschaft, konnten ihr kritisch-analytischen und methodisches Rüstzeugs zur einschlägigen Recherche, Erfassung, Einordnung und bedarfs- bzw. reportgerechten Aufbereitung von Wirtschaftsinformationen, hier: in der Finanzwirtschaft, erweitern, ein besseres Verständnis für die Selektion und Evaluation komplexer betriebsinterner und -externer, finanzieller und nicht-finanzieller Marketing-Informationen entwickeln und dies an der kommunikativen Schnittstelle zu (Management-) Entscheidungsträgern. Positiv auch die Trainingsmöglichkeit der Kommunikations-, Team- und Problemlösungsfähigkeiten. Der Aufmerksamkeitseffekt solcher kooperativen Hochschulprojekte ist beachtlich. Schon jetzt liegen Anfragen anderer Unternehmen für neue kooperative Hochschulprojekte vor. Es wäre sehr zum Wohle der studentischen Nachwuchsförderung und des gelebten "Ap-plied Sciences-Verständnisses" der Hochschule. Nicht zu verkennen ist hierbei der für die Hochschule Darmstadt positive Nebeneffekt der Anbahnung und Gewinnung möglicher neuer Business Partner, was u. a. durch das Helaba-Projekt angestossen wurde und durch die zahlreichen Hochschulprojekte des FB IuW mit T-Online International AG bereits nachhaltig "gelebt" wird. Studentische Teilnehmer am Helaba-ProjektKarolina Dockter; Jan Eskens, Christian Gimbel, Jürgen Hahn, Katja Hoffmann, Goran Janus, Katharina Lang, Meike Naumann, Florian Rücker, Ralf Schneider, Christopher Wintrich Studentische Teilnehmer am dbInfoCenter-ProjektMatthias Emig, Christian Gimbel, Katja Hoffmann, Gesa Koschinsky, Sandra Kramer, Kenneth Mühleisen, Meike Naumann, Nicole Rubitschka, Markus Rühl, Gudrun Seida, Katja Rodenhäuser, Florian Rücker
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